120 und ein langer Tag

Heute ist ein besonderer Tag.
Finde ich.
Irgendwie ist fast jeder Tag ein besonderer Tag. Manchmal besonders schlecht. Manchmal besonders gut.
Aber heute mehr als sonst… ich finde nämlich, dass es gleich zwei Gründe dafür gibt, dass es ein besonders GUTER Tag war… ist… noch ist er ja nicht vorbei. Wir haben 21.45 Uhr. Mal sehen, was noch so geht. 😉

Also, der erste Grund ist:
Heute ist Sommersonnenwende. Ich liebe solche Tage. Die sind schon vom Namen her besonders. Und dann ist dieser auch noch besonders lang. Länger geht gar nicht… Pessimisten sehen darin gleich etwas Schlechtes. Und sagen: Oh nein, die Tage werden ab jetzt kürzer. Na und? Das ist normal. Man kann sich trotzdem über den langen Tag freuen. Oder nicht? Ich mache das auf jeden Fall…

Der zweite Grund ist:
Heute bin ich seit 120 Tagen beim Coimbra-Protokoll dabei. Ich habe inzwischen meinen ersten Meilenstein erreicht und nehme 120.000 Einheiten Vitamin D3.
120 Tage und 120.000 Einheiten.
Das Beste ist, es geht mir gut. Ich bin mir sicher, dass diese Therapie ein Durchbruch ist. Und der liebe Dr. Coimbra bekommt in ein paar Jahren (oder Jahrzehnten) einen Nobelpreis. Für Medizin oder für seine Menschlichkeit. Dann bekommt er eben den Friedensnobelpreis. Auch egal 😉

Man merkt, ich stehe voll und ganz dahinter und glaube, dass es meine MS stoppen wird. Ich nicht, wie ein Arzt gesagt hat, irgendwann im Rollstuhl sitzen werde. Nein, das will ich nicht und werde ich nicht.
Meine Entscheidung, die ich im Oktober getroffen habe, mich auf etwas völlig Neues einzulassen und mit den üblichen MS Medikamenten aufzuhören, war für mich goldrichtig. Eigentlich bin ich ein Glückskind… Ich wusste das ja schon immer. Deswegen ist mein Lebensmotto:

Alles wird gut.

Das Bild zum Beitrag (s.o.) ist 2004 auf Sardinien entstanden. Das passte zu der Hitze und der vielen Sonne, die heute schien.  Besonders schön. 🙂

Back Home.

Eine sehr schöne Woche ist vorbei. Ich habe viele Menschen von früher wiedergetroffen. Und neue kennengelernt.  Wir haben auch die Zeit bei unserer Tante und dem Onkel genossen, wir hatten uns schließlich lange aus den Augen verloren. Es gibt in den besten Familien manchmal Probleme, jetzt ist das vergessen. Jede Nacht drohte allerdings Gefahr, dass eine neue Krise ausbricht… Wenn man auf 1,20m Breite zu zweit schläft, wird es schon mal eng. In unserem Fall hat das unserer Geschwisterliebe zum Glück keinen Abbruch getan. 😂

Unser Cousin hat uns dann ein architektonisch wertvolles Haus in der direkten Nachbarschaft gezeigt. Siehe oben. Hammer. Über 500 Wohnungen in 11 Etagen. Offenbar ist der Architekt Corbusier auch ziemlich bekannt. Aber meine Schwester und ich sind leider manchmal Kulturbanausen.

Dafür kennen wir andere Sachen und Leute, die auch irgendwie wichtig sind. Faustballer aus der Schweiz oder aus Österreich zum Beispiel…

Und am ersten Abend beim Turnfest waren wir auf einer Faustballerparty beim VfK Berlin. Leider mussten wir nach ein paar Stunden diese sehr schöne Veranstaltung verlassen…es war mir nämlich zu kalt. Und da es den ganzen Sonntag geregnet hatte, war leider keine Besserung in Sicht.

Der Rest der Woche verging wie im Flug. Jeden Tag besuchten wir das Maifeld mit den 20 Faustballfeldern, zweimal haben wir es in die City geschafft zum Essen oder für einen Cappuccino.

Fazit: auch beim zweiten Mal Turnfest in Berlin hat es sich gelohnt. Zumal die Zugfahrt extrem chillig war. In drei Stunden ist es an Pfingsten wohl nicht möglich, mit dem Auto zu fahren. Und Parkplatzsorgen hat man auch nicht…

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Berlin…ick komme.

Am Samstag mache ich mich auf den Weg nach Berlin. Da warten mehrere Sachen, auf die ich mich freue.

1. meine Schwester fährt mit 😍

2. Wir besuchen unsere Tante und unseren Onkel, die wir zwischenzeitlich viele Jahre nicht gesehen hatten, wir uns aber letztes Jahr „wiedergefunden“ haben 🙋🏼‍♀️

3. Wir sehen unseren Cousin wieder, mit dem wir immer unglaublich viel Spaß haben 🙋🏻‍♂️

4. Das Turnfest! 🏐

2005 waren wir schon einmal in Berlin auf dem Turnfest. Wir legen unseren Schwerpunkt auf den Faustball (das ist keine Überraschung 😉). Da sehr viele Faustballer beim Turnfest aktiv spielen werden (wir gehören NICHT dazu), werden wir viele Bekannte treffen. Und viele habe zumindest ich lange nicht mehr gesehen.

Da ich dieses Jahr keinen Urlaub machen werde, freue ich mich ganz besonders auf diese Woche. Und da wir mit dem Zug fahren werden, kann uns noch nicht mal eine Vollsperrung der Autobahn aufhalten. Der sind wir letzte Woche knapp entkommen, hatten aber trotzdem statt 2 Stunden fast 4 gebraucht. Ich bestelle dann noch vorsichtshalber schönes Wetter…das kann nicht schaden. ☀️😎 Berlin…ick komme. weiterlesen

Offenbar wirkt’s.

Morgen erreiche ich eine magische Grenze. Also MEINE magische Grenze. Die liegt bei 100.000 Einheiten. Wenn man mir letztes Jahr im Oktober so eine Zahl um die Ohren gehauen hätte, hätte ich wohl zurückgehauen. Oder einen Vogel gezeigt. Ich fand mich schon mutig, dass ich 10.000 i.E. genommen habe. Komisch, mir eine Spritze ins Bein zu stechen, war normal. Aber Zeiten ändern sich, und ich finde das oft gut.

Aktuell kann ich sagen, es geht mir besser. Meine Schwester, die mich besser als jeder andere Mensch kennt (liegt wahrscheinlich daran, dass sie mich schon IMMER kannte 😉) hat jetzt schon mehrmals bemerkt, dass ich fitter wirke. Körperlich und auch vom Kopf her. Gestern haben wir draußen gesessen und gespielt. Vor einem Jahr hätte ich nach max 45min aufgehört. Nicht, weil ich keine Lust mehr hatte, sondern weil es nicht mehr ging. Ganz langsam aber sicher wird es nicht mehr ständig schlechter, ich glaube tatsächlich, es wird besser. Also ich als Gesamtpaket. Die Augen stressen zwar immer noch (spazieren gehen ist sehr anstrengend für meine Augen und mein Gehirn), aber meine Kraft kommt etwas wieder. Meiner Physio ist aufgefallen, dass ich meine Hose besser anziehen kann. Ohne mich anzulehnen. Ja,  das hab ich auch gemerkt. Sehr gutes Gefühl.

Über Pfingsten fahre ich nach Berlin, besuche Onkel, Tante und Cousin und genieße als Zuschauer das deutsche Turnfest. Es wird sicher anstrengend, aber auch schön. Ich freue mich jeden Tag, dass ich so etwas machen kann. Und ein normales Leben führe. Neulich habe ich einen Beitrag geschrieben über drei schöne Dinge jeden Tag. Die jeden Tag zu finden ist eine gute Sache.

Ab morgen heißt es: sechsstellig. Auch wenn es nicht ums Geld geht… 😇

Tag 80 des Protokolls – was bis jetzt geschah…

Ich habe neulich meinen Erfahrungsbericht geschrieben, wie die ersten Wochen des Protokolls verlaufen sind. Man findet alle Berichte oben im Menü unter Coimbraprotokoll, oder auch bei den Tags auf der rechten  Seite (Coimbraprotokoll) und der entsprechenden Kategorie. Heute kam in der Protokoll Gruppe bei Facebook die Anregung, man könnte auch einen Blog über den Verlauf des Protokolls schreiben. Da ich die Idee sehr gut fand, mache ich das jetzt einfach mal. 😉
Coimbraprotokoll möchte ich ab jetzt mit CP abkürzen, das erspart Schreibarbeit…
Wenn man auf der rechten Seite den Tag (also das Schlagwort) CP anklickt, bekommt man alle Beiträge angezeigt, bei denen es um das CP geht. Diesen Blog habe ich allerdings schon vor längerer Zeit erstellt, er enthält also viele Beiträge, bei denen es nicht ums CP geht.

Man findet deshalb viele Beiträge völlig abseits der MS. Und ich werde auch weiterhin andere Beiträge schreiben.

Ich will versuchen, wöchentlich hier zu schreiben.
Am 1. März habe ich das CP mit 40.000 i.E. gestartet, ab dem 7.3. war ich dann auf der Einstiegsdosis von 60.000 i.E. Ich möchte jetzt nicht das wiederholen, was ich schon im Erfahrungsbericht geschrieben habe. Inzwischen bin ich bei 90.000 i.E., ich hatte schon länger etwas Probleme mit Bauchschmerzen und Gewichtszunahme, trotz gleichbleibenden Ernährungsgewohnheiten. Für mich fühlte es sich wie Wassereinlagerungen im Bauch an (das gleiche Gefühl wie beim Cortisonstoß). Nach Rücksprache mit meinem Protokollarzt habe ich jetzt das D3 auf 3×30.000 i.E. täglich verteilt. Das mache ich jetzt seit ca. einer Woche und inzwischen fühle ich mich besser. Dazu habe ich mit meiner Magnesium-Einnahme experimentiert. Offenbar bekommt Magnesiumoxid meinem Darm nicht so gut, deshalb nehme ich vorerst Magnesiumglycinat.

Ich fühle mich ansonsten besser. Meine Kraft ist wieder ansatzweise da, die Ausdauer noch nicht. Es ist aber auch sehr Tagesform. Jeder Tag ist irgendwie ein Überraschungspaket.
Meinen Augen geht es noch nicht besser, mein Schwindel bzw. die Gangunsicherheit ist auch nach wie vor da. Die Schluckstörung, die zwischendurch schlimmer war, ist jetzt wieder ganz ok.

Noch etwas Organisatorisches:
Man kann meinen Blog gerne abonnieren, dazu braucht man nur eine Mailadresse. Sollte ich einen neuen Beitrag schreiben, bekommt ihr eine Mail.
So verpasst man nichts… 😉

Beiträge kann man auch gerne kommentieren.
Und auf der linken Seite findet ihr den Link auf die Website des Coimbraprotokolls im deutschspachigen Raum.

Allen Interessierten wünsche ich jetzt viel Spaß beim Lesen und beim Erfahrungsaustausch!

…so isses. Mein Alltag, mein Leben.