Tetris 2.0

Man wächst mit den Herausforderungen.  Das zeigt sich immer wieder im Leben.  Da steht man plötzlich vor Aufgaben, die erscheinen einem unlösbar. So wie unsere neue Küche. Ich hätte ursprünglich nicht gedacht, dass eine Küche aus so vielen Einzelteilen bestehen kann. Aber der gefühlt 3 Meter lange Kassenbon ließ es schon erahnen. img_20160818_104058 Also machte ich mich mit extrem tatkräftiger Unterstützung an die Arbeit. Ein Freund von mir hatte einen Anhänger besorgt, der doch kleiner war, als wir gedacht hatten. Ich muss zugeben, ein Sofa (zwar klein, aber irgendwie doch groß genug 😉 ), eine Spülmaschine, ein Kühlschrank, ein Backofen und die anderen Einzelteile nahmen doch enorm Platz ein… Insgesamt fanden 92 Pakete dann unter Schwierigkeiten den Weg in unsere Wohnung. Dafür mussten wir aber tatsächlich zweimal fahren mit Auto und Anhänger, und auf dem Rückweg von der ersten Fahrt haben wir dann gleich kurzentschlossen noch ein Auto mitgenommen… Das Beladen war dann eine echte Herausforderung für fünf Leute. Jeder Kubikzentimeter musste genutzt werden. Drei von uns fühlten sich grandios an unsere Jugend erinnert (die anderen beiden waren damals noch nicht auf dem Markt…äh, geboren). Damals kam der Gameboy auf den Markt und damit das von vielen heißgeliebte Tetris. Man bekam immer am meisten Punkte, wenn man die Blöcke so organisierte, dass man am Ende das ganz lange Teil am Rand reinfallen lassen konnte…und dann vier Reihen auf einen Schlag entfernt wurden. 😉 BÄMM! 😀

Hier war aber tatsächlich die Herausforderung nicht sooo speziell. Die Aufgabe lautete „nur“: alle 92 Pakete (und da waren einige richtig (!) große dabei), so zu platzieren, dass es am Ende passt. Und dann zum krönenden Abschluss auch noch fünf Leute sitzen konnten.

Ja, man wird erfinderisch. Man muss auf den Schoss nehmen, unter die Füße stellen und drauftreten, festhalten und aufpassen, dass beim Bremsen nicht das Genick in Gefahr gerät. Aber da quasi jeder Kubikmillimeter mit irgendetwas gefüllt war, wackelte auch ziemlich wenig.

Wir haben für diese Herausforderung vier Stunden gebraucht. Dann musste der ganze Krempel auch noch in die Wohnung. Zweite Etage, aber Fahrstuhl…was ein Glück. Einige Sachen passten aber beim besten Willen nicht in den Fahrstuhl. Zum Beispiel die beiden Küchenarbeitsplatten, jede war 2,46 Meter lang. Mein Freund fragte dann meine Schwester: „wie kriegen wir die denn jetzt um die Ecke??“. Er selbst wohnt in der 4. Etage, ohne Fahrstuhl, seeeehr enges Treppenhaus. Dann zeigte sich, was für ein Riesenvorteil ein barrierefreies Haus und Treppenhaus ist. Die Antwort kam ganz lässig unter Lachen von meiner Schwester: „Wir gehen einfach um die Kurve.“ Mein Kumpel konnte es erst nicht glauben und hat sich dann wie Bolle gefreut. Ohne Probleme konnten sie die langen Platten durchs Treppenhaus tragen. Im Laufe des Nachmittags haben dann alle Pakete den Weg in die Wohnung gefunden, die sich vorher in einem so aufgeräumten Zustand befand (leer), den sie niemals wieder erreichen wird. Dafür füllte sich dann aber unser Zuhause mit Leben, und das war das Ziel.

Es zeigte sich dann, dass die Wohnung unglaublich viele Zimmer hat, weil wir ständig die Päckchen und Pakete gesucht haben. Beim Reintragen konnte man unmöglich direkt sortieren.

Na ja, ein Ikea Mitarbeiter könnte das vielleicht, von uns konnte das aber niemand. Von der Suche und dem ganzen Aufbau erzähle ich demnächst mehr.

Bis dahin, probiert doch mal Tetris aus, das ist wirklich ein tolles und unterhaltsames Spiel… 😉

Große Ereignisse…

…werfen ihre Schatten voraus. So ganz langsam ist dann doch endlich Sommer. Und damit nähern sich einige Ereignisse, die mein Leben ändern werden. Zum Positiven! Als Nächstes freuen wir uns auf den Urlaub. Den haben wir schon lange geplant und gebucht. So richtig konnte ich mich bis jetzt noch nicht darauf freuen. Gleichzeitig stecken wir nämlich quasi schon mitten im Umzug… Das nächste große Ereignis, das ansteht. Seit Wochen organisieren wir schon, räumen auf, werfen weg, haben Termine, Telefonate, auch einen Besichtigungstermin der neuen Wohnung. Umzugkartons wurden besorgt, abgeholt und stehen bereit, die werden nach und nach gefüllt. Winterklamotten sind schon eingepackt, vermutlich brauchen wir die bis September nicht mehr… Obwohl… Man weiß ja nie 😉

Es läuft also, langsam aber sicher, und es geht kontinuierlich vorwärts. Diese Woche stand noch Besuch auf dem Programm, drei Tage wurde gearbeitet für einen neuen Internet-Auftritt. Daneben gab es noch ein spontanes großes Familientreffen, Fußball gucken, letzter Schultag, Turnier und immer wieder wird zwischendurch gepackt.

Heute habe ich mir tatsächlich die Zeit genommen, im Garten zu sitzen und zu entspannen (nachdem ich früh morgens den Stoffschrank im Keller auseinander gebaut und verpackt hatte). Und… Ich habe gelesen. Ganz in Ruhe. Im Garten. Das Buch hat praktisch seit Februar auf mich gewartet. Und der Inhalt dieses Buches passt ziemlich gut in meine derzeitige Situation. Es geht darum, seinen „Zweck der Existenz“  zu finden, also den persönlichen Sinn des Lebens. Und als Start kann man, um den ZDE zu finden, die Big Five of Life festlegen. Also fünf Dinge, die einem am Wichtigsten sind.

Ich habe mich schon häufig mit solchen Themen beschäftigt. Und ich komme immer wieder zu den gleichen Ergebnissen. Dass ich nämlich ganz genau weiß, was bei mir persönlich die Big Five of Life sind. Aber es tut gut, sich das immer wieder klarzumachen… 🙂 Das stellt dann Dinge, die eigentlich nicht sooo wichtig sind, wieder in den Hintergrund. Es „erdet“ einen irgendwie…

Manchmal muss man Dinge hinterfragen…

…die man schon lange kennt!

(ein Gastbeitrag von einem meiner besten Freunde! 😉 )

Ich kenne da jemanden, der trinkt wie so viele Menschen gerne Kaffee. Schon viele Jahre, regelmässig und gerne.
Früher aus Überzeugung und Spaß mit dem Hinweis: „Schwarz, zur Seele passend!“
Mit dem Spruch seiner Oma im Kopf: „Hätt der liebe Gott den Kaffee hell gewollt hätte er die Bohnen nicht schwarz gemacht!“
Nun gab es vor über 10 Jahren einen Hinweis seiner Fitnesstrainerin (die auch Ernährungsspezialistin war und sich mit der dazugehörenden, gesunden (!) Ernährung auskannte).
Wenn man auch nur einen einzigen Tropfen Milch zum Kaffee geben würde, sollen die Milchfettanteile die freien Radikale im Kaffee binden! Freie Radikale in der Nahrung oder Luft schädigen den Körper durch ihre Zellzerstörung, die dann vom Körper wieder abgebaut und durch neues Zellwachstum repariert werden müssen. Ein wichtiger Aspekt unserer Alterung, die wir ja alle gerne etwas aufschieben bzw. bremsen wollen. Schon gar nicht ungebremst sich entfalten lassen wollen.
Als sein Freund nach einem Gespräch über diese Erklärung nochmals nachgefragt hat, wie das denn jetzt nochmal heißt, hat er endlich (nach über 10 Jahren) mal selber recherchiert. 😉 Und siehe da: es ist genau anders herum!!!
Der Kaffee soll viel bekömmlicher sein ohne Milch….
Und mittlerweile sind einige Vorurteile zu schädigender Wirkung widerlegt: Kaffee soll nicht nur gegen Diabetes-2 schützen, sondern auch das Risiko von Gallen- und Nierensteinen verringern. Ebenso sinkt die Gefahr einer Leberzirrhose und das Koffein senkt die Wahrscheinlichkeit einer Parkinson-Erkrankung.
Von weiteren positiven Aspekten wie dem allgemein bekanntem „Wachwerden“ und gesunkener Wahrscheinlichkeit einer Demenzerkrankung und gesteigerter Libido mal ganz abgesehen….
Und mit diesem Hintergrund (da kann sich jeder ja was aussuchen…) schmeckt der Morgenkaffee doch gleich viel entspannter 😉
 In diesem Sinne:
Immer besser selbst informieren und immer mal wieder nachprüfen, ob das auch korrekt ist… 😀

Faustball… Warum ich diesen Sport liebe

  1. Ich bin mit Faustball aufgewachsen
  2. Meine komplette Familie spielt Faustball
  3. Meine halbe Kindheit habe ich mit Faustball-Freunden auf „meinem“ Sportplatz verbracht
  4. Ich habe wunderbare Menschen in ganz Deutschland kennengelernt
  5. Dieser Sport hat mich nach Brasilien, Österreich und die Schweiz gebracht
  6. Ich habe als Spieler und als Trainer tolle Erfolge, Meisterschaften und Turniere gefeiert
  7. Der Spaß steht fast immer an erster Stelle
  8. Beim Faustball geht es um Ruhm und Ehre, nicht um Geld
  9. Man kann in jedem Alter Faustball spielen
  10. Der Teamgeist steht im Fokus
  11. Der familiäre Aspekt ist grandios und heutzutage eher selten
  12. Es ist ein sehr abwechslungsreicher Sport
  13. Es wird nicht langweilig, äußere Umstände wie Sonne, Regen, Wind und der Rasen machen jedes Spiel einzigartig
  14. Faustballer bilden eine große Gemeinschaft, und das quasi weltweit
  15. Oft sind die Spiele spannend bis zum Schluß
  16. Alle Facetten des Sports sind gefragt: Kraft, Schnelligkeit, Spielübersicht, Taktik, Ausdauer, Koordination, mentale Stärke
  17. Die Verletzungsgefahr ist nicht so hoch wie bei anderen Sportarten
  18. Es gibt keinen Kampf „Mann gegen Mann, oder Frau gegen Frau“
  19. Bei Turnieren gibt es auch oft Mixed-Teams
  20. Jung und Alt können wunderbar gemeinsam spielen

Das sind nur einige Punkte. Wenn jemand noch was einfällt, bitte ich um Ergänzungen 😁

In diesem Sinne, genießt die Fussball EM im Fernsehen, aber guckt euch auch mal ein Faustballspiel live an. Es lohnt sich… 💪

Was ich noch nicht über Tee wusste

Ich fang mal vorne an.

Früher mochte ich keinen Kaffee. Eigentlich bis zu der Zeit, wo es noch nicht so leckere, italienische Kaffeespezialitäten gab. Ich mag bis heute keinen Filterkaffee.

Was ich damit sagen will: früher habe ich gerne Tee getrunken. Alle möglichen Sorten, nur Früchtetee mag ich nicht wirklich. Kamillentee finde ich auch furchtbar.

Vor ungefähr einem Monat bekam ich den Tipp, einen Arzt aufzusuchen, der unter anderem TCM praktiziert. Und da ich mich ja seit einiger Zeit nicht so richtig gut fühle, gab ich dem eine Chance. Ich habe schon vor langer Zeit Akupunktur probiert, deshalb ist mir diese chinesische Medizin nicht so ganz fremd. Ich bekam einen Termin bei diesem China Doc. Ich kannte ihn nicht, aber mein Gefühl sagte mir: er tut dir nix.  😉

Ich hatte keine speziellen Erwartungen, so ließ ich mich untersuchen… Untersuchen bedeutet, Puls tasten, Bauch drücken, Zunge angucken. Zunge von oben gucken. Zunge von unten gucken. Nochmal Pulsgegend fühlen. Dabei wurden Ergebnisse und Beobachtungen geäußert, die die Arzthelferin fleißig notierte. Dann die Frage nach meiner Blutgruppe. Und Blutabnahme. Dann die Aussage des Docs: da müssen wir was machen. Er ratterte diverse Arzneimittel herunter, alle wurden notiert und dann folgten chinesische Heilkräuter. Insgesamt 8 verschiedene mit unaussprechlichen Namen (s.o.). Diese Kräuter wurden per Fax bei einer Apotheke bestellt und ich bekam genaue Anweisung, wie ich ihn zubereiten muss. Mit kaltem Wasser aufsetzen, aufkochen, 20min köcheln, warm trinken. Es dauerte ein paar Tage, bis die Lieferung bei mir eintraf. Bis dahin hatte ich täglich damit zu tun, meine Nahrungsergänzungsmittel zu managen. Selen, Magnesium mit B6, Weißdornkapseln. Vitamin D3 ist Pflicht. Dazu noch Omega 3 Fettsäure. Ich habe inzwischen eine App, um mich daran erinnern zu lassen. Wann wie was eingenommen wird.

Und, 6 Tage lang den chinesischen Tee trinken. Alleine die Packung verströmt im Haus einen ganz besonderen Duft… So eine Mischung zwischen Hundefutter und dem Geruch von schwitzigen Sportschuhen, wie man es manchmal aus der Umkleidekabine riechen kann…  🙂

Tcm

Beim ersten Mal Teekochen dachte ich nur: nicht im Ernst, dass ich das gleich trinken muss. Ich muss leider sagen, er schmeckt wie er riecht. Ich habe noch niemals so ein unterirdisch schlecht schmeckendes Getränk zu mir genommen. Aber, was soll ich sagen: ich zieh das jetzt durch und nach der Hälfte (heute 3 Tage) wird es nicht mehr schlimmer. Geht auch eigentlich nicht. Ich fühle mich auf jeden Fall nicht schlechter, vielleicht sogar besser. Laut dem Doc darf ich im Moment keinen Sport machen, der würde mir noch mehr Energie rauben. Also lasse ich es. Körperliche Anstrengung fällt mir sowieso sehr schwer seit ein paar Wochen.

Zum Glück ist es nicht verboten, anderen, leckeren (!)  Tee zu trinken und das mache ich auch. Und auch Kaffee. Und noch eine gute Nachricht: ich habe Blutgruppe 0 und bin damit ein Allesfresser. Mit Blutgruppe A ernährt man sich am besten vegan. Das wäre nichts für mich! Aber so als Null  kann ich weiterhin Fleisch und Milch zu mir nehmen. Abwarten, normal essen,  weiter Tee trinken und gucken, ob sich etwas zum Positiven verändert. Vor 100 Jahren hätte auch niemand gedacht, dass man über tausende Kilometer in einen Plastikkasten spricht und jemand anders einen trotzdem hören kann. Wahrscheinlich hätte man mich gesteinigt, wenn ich das behauptet hätte.

Ich glaube daran und das alleine hilft wahrscheinlich schon…

Also Prost und lasst es euch schmecken. Es gibt wirklich Schlimmeres als am langen Wochenende Kaffee zu trinken…  😉

…so isses. Mein Alltag, mein Leben.