Einschlafen, wenn es so sein soll.

 

Papa....Familie, Sportplatz, Fahrrad. Mehr braucht es nicht, um sein Leben zu beschreiben,
Papa….Familie, Sportplatz, Fahrrad.
Mehr braucht es nicht, um sein Leben zu beschreiben.

Im letzten Beitrag schrieb ich von Veränderungen.

Jetzt hat mein Papa sich entschieden, dass sein Leben lang genug gewesen ist. Ende März hat er noch seinen Geburtstag gefeiert. Seinen Letzten. Ob er sich darüber im Klaren war, dass er Geburtstag hat? Das weiß man nicht.

Ich weiß aber, dass für ihn einige Dinge sehr wichtig waren im Laufe seines Lebens.

Allen voran seine Familie, seine Ruth und seine vier Kinder.

Vor 16 Jahren musste er seine Frau plötzlich gehen lassen. Sie war gerade 66 Jahre alt. Jetzt ist er ihr gefolgt. Mit 88 Jahren.

Vielleicht wollte er es so.
Er ist einfach eingeschlafen. In seinem eigenen Haus, friedlich und ohne Kampf.

Er hat einen Weltkrieg erlebt, die Gefangenschaft, hat dann eine beachtliche berufliche Karriere gemacht, geheiratet, vier Kinder bekommen, ein Haus gebaut.

Sein erstes Auto war ein VW Käfer. Um sich das leisten zu können, hat er mit dem Rauchen aufgehört. Einfach so. Von heute auf morgen. Weil er das so wollte.

Sein Leben stand neben der Familie ganz im Zeichen von Sport. Der Sportplatz war sein zweites Zuhause. Sein Fahrrad sein Hauptbeförderungsmittel. Das hat er geliebt.

Jemand schrieb mir diese Woche diesen Satz:

Wer im Gedächtnis seiner Lieben lebt,
der ist nicht tot, der ist nur fern;
tot ist nur, wer vergessen wird.

Immanuel Kant

Er wird immer durch viele Dinge und Sprüche in unserem Gedächtnis bleiben und wir werden ihn mit Sicherheit nie vergessen.