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#Olympia #Traum #Paris

Im Moment laufen aktuell die olympischen Spiele. In Südkorea, naturgemäß Winterspiele… Und da ich schon mein ganzes Leben sportbegeistert gewesen bin, ist das für mich Pflichtprogramm. Also nicht nur Kür 🙂 um jetzt im Eislauf Jargon zu reden. Das war zwar nie so meine Sportart, wobei mich 2018 sogar die neuen deutschen Olympiasieger gepackt haben. Was für eine tolle Kür, ich hatte wirklich Gänsehaut. Und das ist eine beachtliche Leistung. Es macht tatsächlich richtig Spaß die Übertragungen zu verfolgen. Das liegt auch an den tollen technischen Neuerungen. Und da ich neben Sport auch schon immer eine Schwäche für Technik hatte, finde ich auch das sehr spannend. Es ist unglaublich, wenn man Olympia im TV vor 20 Jahren mit den heutigen Übertragungen vergleicht. Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass ich das damals gut fand, was die Sender präsentiert haben. Ein Quantensprung. Gefällt mir 🙂

Als ich also so vor dem Fernseher sitze, muss ich zugeben, dass ich ja

1. – Sommerspiele mehr als Winterspiele mag und
2. – es immer mein Traum gewesen ist, irgendwann live dabei zu sein.

Nicht als Sportler, dafür war ich nicht in die richtige Sportart reingeboren worden. Ich habe als Co-Trainer der Faustball Damen Nationalmannschaft zwar die Worldgames besucht, damals in Duisburg bzw. Düsseldorf. Aber die Frauen durften nur ein Einlagespiel absolvieren. Fanden wir irgendwie suboptimal…. Auch heute dürfen nur die Männer bei den Worldgames spielen. Tsss.

Ich habe dann geguckt, wo die nächsten Sommerspiele sind. Ups. Die nächsten sind in Tokio. Finde ich etwas zu weit. Aber dann war ich bei 2024. Und die sind in:

Paris!!!

 

Stark. Ich hab sofort mit meiner Schwester beschlossen: Yes. Da fahren wir hin. Wir haben 6 Jahre Zeit, alles zu planen, das sollte doch reichen. Zumal ich sehr gute Freunde in Paris habe und ich schon lange nicht mehr da war. Ich liebe Paris. Besonders Sacré Cœur de Montmartre.  Einer meiner Lieblingsplätze auf diesem Planeten. Das Bild oben ist bei meinem letzten Besuch dort entstanden. Das war 2010. Damals waren wir mit unserem Wohnwagen dort. Und für 2024 ist der Plan, wieder mit dem Wohnwagen zu fahren. Ich denke wir können uns noch ein paar Jahre Zeit lassen mit der Planung, aber der Wille ist da. Und zwar unbedingt…!

Zwei Wochen Urlaub in Paris. Klingt einfach wunderbar…

Silvester 2017, 2013 und mein Leben 2.0

Gestern war also Silvester. 2017. Ganz früher mochte ich Silvester gar nicht. Ich wusste nicht, wie das neue Jahr wird und hab mir eher Sorgen gemacht. Das hat sich geändert, als ich Kinder bekam. Ich war immer gespannt, wie das neue Jahr läuft. Das ist immer noch so. Ich gehe immer grundsätzlich davon aus, dass alles gut wird.

2013 war Silvester aber anders. Ich lag alleine im Krankenhaus, ich hab mir um 24 Uhr angeguckt, wie einige Besucher am Haupteingang der Klinik etwas Feuerwerk gezündet haben. Es folgte dann das Jahr, an dem sich mein Leben von Grund auf geändert hat. Ein halbes Jahr später war ich plötzlich nach 25 Jahren alleine. Ich hatte aber meine Kinder, meine Familie  ❤️ und meine Freunde. Man weiß eben nie, was das neue Jahr bringt… Oder auch nur der nächste Tag.  Einige Dinge ändern sich zum Glück nicht. Alle meine Freunde, die ich zum Teil seit mindestens 20 Jahren kenne,  gehören immer noch zu meinem Leben. Niemand hat sich abgewendet. Dafür bin ich sehr dankbar!! Ich kann sogar behaupten, dass ich in den letzten vier Jahren Neue dazugewonnen habe.

Das macht mich zuversichtlich, dass auch 2018 ein schönes Jahr wird. Mein Vertrauen ist groß, dass sich zwar auch Dinge ändern können, das dann aber mein Leben eher bereichert. Ich habe gelernt, dass es wichtig ist, im Hier und Jetzt zu leben.

Und so starte ich mit Zuversicht in ein neues Jahr. Es werden sich viele positive Dinge ergeben. Und da ich gestern einen Glückskeks gezogen habe, der 100% zu mir und dieser Einstellung  passt (siehe oben), kann es doch nur gut werden… ?

Zehn Monate #Coimbra #Protokoll

Seit ziemlich genau 10 Monaten bin ich im Protokoll. So nennen es die Patienten, die diese Therapie machen. Es sind inzwischen weltweit reichlich viele, die auf diese hochdosierte Vitamin D3 Therapie setzen. Und hoffen. Entwickelt hat es in 15 Jahren Forschung Dr. Coimbra in Brasilien. Es ist für sehr viele Erkrankte fast die einzige Möglichkeit, mit der Krankheit zu leben und auf einen Stopp zu hoffen. Oder vielleicht sogar eine Verbesserung zu erreichen.

10 Monate dauert auch eine Schwangerschaft…da kommt mir kurz in den Sinn: ist es jetzt wie ein Baby?

Vielleicht kann man einige Parallelen sehen. Die Hoffnung, dass alles gut läuft…mit diversen Schwangerschaftswehwehchen kämpfen…Änderungen in der Ernährung…Verzicht auf Alkohol. Es ist zwar nicht generell verboten, aber zuviel darf nicht sein. Tut den allgemeinen Symptomen auch nicht gut. Wenn man eh schwankend läuft, wird das durch Alkohol leider nicht besser… ?

Die ersten Monate konnte ich Einiges feststellen, was besser geworden ist. Circa alle 2 Monate muss ich meine Werte kontrollieren lassen. Das bedeutet Blutabnahme, es wird kontrolliert, ob mein Calciumwert im grünen Bereich ist. War er bis jetzt immer. Und das Parathormon ist ein Marker, ob die D3 Dosis richtig  ist. Zusätzlich 24h lang den Urin sammeln. Darüber machen wir Patienten oft Witze, wenn mal wieder gesammelt wird. Auch hier wird das Calcium kontrolliert. Unbedingt erforderlich ist ein strikter Verzicht auf Milchprodukte und mindestens 2,5 Liter Flüssigkeitszufuhr pro Tag. Cola ist auch ein NoGo wegen der Phosphorsäure, die enthalten ist. Klingt auch schon ungesund… ? Manche können sich nicht vorstellen, ein Leben lang so zu leben. Die Alternative ist aber nicht besser. Wenn man eine Therapie gefunden hat, die der MS (und auch anderen Autoimmunkranheiten) die Stirn bieten kann, sind viele sehr froh und lassen sich gerne darauf ein. Zumal diese Therapie keine (!) Nebenwirkungen hat. Wie im Gegensatz dazu aber eigentlich alle der schulmedizinischen Therapien.

Leider gibt es, wie fast immer, doch einen Nachteil. Man muss alles aus eigener Tasche bezahlen. Arzt, Nahrungsergänzungsmittel wie D3, Magnesium, B-Komplex und B2. Wenn man genug finanzielle Mittel hat nimmt man auch noch Omega3.

Ich bin mit meiner individuellen D3 Dosis ziemlich am Ziel angelangt, habe es aber noch nicht ganz erreicht. Es dauert viele Monate, bis man die Dosis ermittelt hat.

Heute traf ich einen Trainerkollegen von früher. Er sagte zu mir, „warum gehst du so schwer?“ Ich bin nur kurz darauf eingegangen, aber später kam er nochmal und wollte genau wissen, was los ist. Solche Gespräche sind immer relativ unangenehm. Die Leute sind geschockt. Und fragen, ob ich Medikamente nehme. Und wenn ich sage, nein, es gibt keine Medikamente gegen meine Verlaufsform sind sie irritiert. Und er fragte: „und, wie geht’s jetzt weiter?“

Man kann nur antworten, dass man möglichst normal weiterleben muss. Es geht nicht mehr alles wie früher. Und dass möglichst Stress vermeiden muss. Sonst werden alle Symptome schlimmer. Jeder, der im Protokoll ist, weiß, dass man vor allem emotionalen Stress vermeiden muss.  Lässt sich nicht immer umsetzen. Aber meistens klappt das ganz gut.

Und fast noch wichtiger ist es, schöne Sachen zu machen, die einem Spass machen. Das hilft… Auch das kriege ich ganz gut hin, finde ich ?

Zeitreise zurück

Einen ganz coole Idee hatte neulich mein Bruder. Der schrieb mich Donnerstags an und fragte mich: „was hast du Freitag Abend vor?“ Ich antwortete: „nix.“ „Hast du Bock, mit nach Gelsenkirchen zu fahren? Dort spielt eine Peter Gabriel Coverband. Alleine habe ich keine Lust, hinzufahren. Ich lad dich ein.“ Klar hatte ich Lust! Und wie. Mein Bruder und ich waren mindestens schon in einem Dutzend Peter Gabriel Konzerten. Das hat aber nachgelassen, weil

  • Erstens Gabriel inzwischen nicht mehr der Jüngste ist und nur noch selten Konzerte gibt – auch neue Alben sind nicht wirklich in Sicht und
  • Zweitens sind Konzertkarten inzwischen fast unerschwinglich. Zumindest für mich.

Aber, diese Gelegenheit für eine Zeitreise zurück in alte Zeiten ließ ich mir doch nicht entgehen.

Wir hatten einen richtig geilen Abend in Gelsenkirchen. Wir haben einen Parkplatz quasi in Pole Position gefunden, direkt vor einer netten Kneipe und auf der anderen Straßenseite war direkt die Location. Natürlich ganz anders als bei den großen Konzerten, klein und intim in einem Gemeindehaus.

Nach einem kurzen Bierchen in der Kneipe gingen wir dann passend über die Straße, kauften zwei Eintrittskarten für erträgliche 20 Euro und um 20 Uhr ging’s los.

Sechs richtig gute Musiker spielten fast drei Stunden eine für einen echten Fan geniale Songauswahl. Seit meinem 13. Lebensjahr bin ich Fan. Dank meines Bruders, mit dem ich jetzt unterwegs war.

Stark. Es war ein genialer Abend, super Musiker, viele meiner absoluten Lieblingslieder. Perfekt.

Aus diesem Abend ist der Plan entstanden, nächstes Jahr mit anderen Gabriel Fans ein Treffen zu organisieren.

Und da die Band, die „Mercy Street – a Tribute to Peter Gabriel“ heißt, nächstes Jahr wieder Konzerte in NRW geben wird, sind wir dann dabei! Yeah! Ich freu mich jetzt schon…

Zeitgefühl

#zeitgefühl

Eine meiner lieben Nachbarinnen sprach mich neulich an. Sie schien ganz entsetzt/erstaunt darüber zu sein, dass wir schon seit einem Jahr hier im Haus wohnen. Ja, stimmt. Wir erleben jetzt den zweiten Herbst seit dem Einzug. Und mir fiel dann ein, dass ich mal einen Blogbeitrag über dieses komische Zeitgefühl geschrieben hatte. Bevor ich meinen Blog aus Dummheit geschrottet hatte…tsts… 😉

Ich kann das auf jeden Fall bestätigen. Jeder Tag ist anders. Manchmal ist ein Tag zu kurz. Komisch eigentlich, weil jeder Tag immer gleich lang ist. 24 Stunden eben. Aber es fühlt sich nicht immer gleich an. Und ich kann noch nicht einmal sagen, woran das liegt, dass es sich anders anfühlt. Ist er gefühlt kürzer, wenn man sehr viel zu tun hat? Oder ist er dann länger?

Im Urlaub geht mir das immer so. Hat man zwei Wochen vor der Nase, vergeht die erste Woche immer schön langsam, und es kommt mir immer so lange vor. Dummerweise vergeht die Zweite immer schneller…und schneller.

Und Zack, Bumm, Urlaub rum.

Das zeigt mir dann immer wieder, dass Urlaub total überbewertet wird. Der Alltag ist irgendwie wichtiger. Urlaub kommt…und geht.
Der Alltag bleibt. Also machen wir uns den am Besten möglichst…schön.

Ich war früher furchtbar gerne im Urlaub. Am Liebsten in der Sonne. Italien oder Griechenland. Oder auch in den Bergen, das Beitragsbild ist 2004 in Österreich entstanden. In unserem ersten von vielen Urlauben mit Wohnwagen. Unglaublich, das sind 13 Jahre… Und gerne war ich 3-4 Wochen weg. Das hat sich total geändert. Ich genieße jetzt tatsächlich den Alltag. Ich könnte jetzt die Vermutung anstellen: das liegt an meinem Alter. Äh… ne. Ich glaub, das liegt vor allem an meinen Erfahrungen, die ich im Laufe des Lebens gemacht habe. Ich freue mich über jeden Tag. Das macht das Leben deutlich einfacher.

Finde ich… 😉