Barrierefrei durchs Leben…

Ich habe länger nicht mehr geschrieben. Das liegt daran, dass ich an einem tollen Projekt teilnehmen darf, das so langsam Gestalt annimmt. Und, wie immer, ist das mit viel Arbeit verbunden.

Das ganze Thema ist sehr interessant, weil es jeden betreffen kann. Es geht um Barrierefreiheit…  Ein Handicap, ob neu oder nicht, führt zu einer Verminderung der Lebensqualität.  Es kann jedem passieren, dass man sich mit diesem Thema auseinandersetzen muss. Plötzlich oder schon länger abzusehen.  Dazu fallen mir Wörter ein wie:

Unfall… Krankheit… Eltern… Senioren und noch einiges mehr.

Man kann nur zum Teil auf solche Dinge vorbereitet sein kann. Unter Umständen steht man von heute auf morgen vor schwierigen Entscheidungen. Wahrscheinlich überrumpelt einen Hilflosigkeit, weiß nicht,   woran man denken muss, wenn man selbst oder ein Familienmitglied Hilfe braucht. Ich habe solche Fälle mehrmals im Freundes- oder Bekanntenkreis erlebt.

Ein Beispiel: durch eine Erkrankung ist jemand plötzlich auf den Rollstuhl angewiesen. Was ist jetzt zu tun, damit derjenige und die Familie den Alltag meistern können? Was muss an Haus/Wohnung geändert werden, damit das Leben weitergehen kann? Viele Menschen wissen dann nicht, was zu tun ist. Und dann bekommt dieses Wort BARRIEREFREIHEIT eine andere, persönlichere Bedeutung.

Heute war in Welver der Baubeginn eines Musterhauses für barrierefreies Wohnen, oben ein Bild davon. An diesem Projekt beteiligen sich weit über 30 Firmen, die ihren Beitrag dazu leisten wollen und dort auch demnächst ihre Produkte und Leistungen präsentieren werden.

Das Ganze hat einen Namen:

Barrierefrei durchs Leben 20150704_143822

Damit Menschen, die vor solchen Herausforderungen stehen, kompetente Ansprechpartner haben. Die sich damit auskennen, was zu tun ist und wo man Hilfe bekommt. Da es wie ein Netzwerk funktioniert, arbeiten alle Hand in Hand, um Menschen bei diesen Schwierigkeiten zu unterstützen. Und auch damit alles möglichst reibungslos und auch zeitnah umgesetzt werden kann. Weil oft die Zeit drängt, damit das Leben möglichst schnell ohne zusätzliche  Hindernisse weitergehen kann.

Erste Informationen bekommt man jetzt auf der Internetseite: www.barrierefrei-durchs-leben.de

Diese Seite wird in den nächsten Monaten immer mehr Gestalt bekommen und immer mehr Informationen liefern. Einsatzbereit ist das Team jetzt schon und Kontaktmöglichkeiten sind auf der Homepage vorhanden.

Also bei Fragen einfach anrufen oder eine Mail schicken!

Und gerne von diesem Projekt erzählen…

Ach ja…

… wie konnte ich das vergessen? Manchmal schiebt man Dinge vor sich her. Weil man gerade keine Lust oder keine Zeit hat, sie zu erledigen. Manchmal passiert es aber auch, dass man etwas schlicht und ergreifend vergisst. Und lange nicht mehr dran denkt, was mal gewesen oder passiert ist. Manchmal ist das gut, manchmal schlecht. Oder auch egal, weil es nicht wichtig war.

Heute hatte ich so ein Erlebnis. Ich habe nämlich, ohne dass ich das geplant hatte, die große Schublade unter unserem Sofa aufgeräumt. Da drin sind ziemlich viele Sachen, von denen ich zum Teil gar nicht mehr wusste, dass es sie gibt. Das war echt spannend, unfassbar, dass Aufräumen tatsächlich spannend sein kann… 😀

Man nimmt dann diese angesammelten Schätze in die Hand, guckt, begutachtet und überlegt:

Was ist das denn? Wo kommt das denn her? Seit wann das wohl da drin ist? Und dann: Brauch ich das wohl noch? Oder ist es überflüssig, dass es nochmal jahrelang da drin liegt? Manchmal fällt die Entscheidung schnell dafür oder dagegen, manchmal überlegt man länger. Na ja, vielleicht kann man es ja doch noch irgendwann gebrauchen. Und dann, plötzlich, fällt einen etwas in die Hand… Und man freut sich.

Heute ist mir ein Geldschein in die Hand gefallen. Siehe oben. 10 Schweizer Franken. Ich musste nicht überlegen, woher die kommen, ich weiß es nämlich noch ganz genau…

Vor über fünf Jahren habe ich meinen 40sten Geburtstag gefeiert. Mit Familie und vielen lieben Freunden. Die zum Teil weit angereist waren. Und, man darf raten woher und wie weit. Jawohl, meine Freundin aus der Schweiz war da, hat sich ins Flugzeug gesetzt und wir haben ein paar sehr schöne Tage verbracht, gefeiert, gelacht und viel erzählt.

Und: sie brachte mir einen Briefumschlag mit. Darin eine Karte… und ein Geldschein, die 10 Schweizer Franken, die seitdem gewartet haben. Auf der Karte stand:

Für einen Kaffee zu zweit, einzulösen in der Schweiz.

Ich war danach wieder in der Schweiz. Ohne den Schein.. Vergessen…  Da schmiede ich doch sofort einen Plan im Kopf. Wann kann ich das denn endlich einlösen? Und da es ja meine Aufgabe ist, endlich diesen Schein einzulösen, pinne ich ihn jetzt an die Wand. Wo ich ihn möglichst oft zu sehen bekomme. Damit ich ihn nicht vergesse.

Und irgendwann, wenn es passt, werde ich damit in die Schweiz fahren, den Geldschein mitnehmen und endlich mein Geburtstagsgeschenk einlösen.

Würde  ja auch Zeit.

Nicht, dass ich noch 50 darüber werde…  😉 

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Klein…grösser…bunt.

Kleine Körner im März… Kleine Blumen im Juni. Was daraus wohl noch wird? Überraschung! 🙂

Ich hab ja nicht so den grünen Daumen. Hab’s nicht so mit Pflanzen. Zumindest hab ich keine Ahnung. Was gut wo wächst, ob Sonne oder Schatten gut ist, wieviel Wasser nötig ist, damit die Blume/Pflanze überlebt. Also, nicht dass ich das nicht mag, wenn es grünt und blüht. Im Gegenteil. Ich find’s super. Aber ich denke schlicht und ergreifend zu wenig an meine Pflichten als Pflanzen-Mutter. Das übersteigt meine Kompetenz. Und… Deswegen… Haben wir in diesem Jahr Blumensamen gekauft. In Tütchen. Das ist genau das Richtige für total talentfreie „Gärtner“  wie mich.

Wasser muss trotzdem drauf. Diese Aufgabe hab ich ausnahmsweise mal delegiert. Schließlich ist Gießkanne füllen und schleppen eindeutig was für starke Jungs.

Ich finde, dass das eine gute Entscheidung war. Statt einzelne Blumen einzupflanzen haben wir jetzt viele unterschiedliche Blumen, die toll zusammen aussehen bzw. noch aussehen werden. Ist auch viel preiswerter. Und nicht so schwer zu tragen. 😉 So eine ganze Palette Blumen wiegt nämlich auch Einiges. Oder Margariten-Bäume. Oder Dutzende von Stauden (oder wie das heißt). 🙂

Und seit diesem Jahr haben wir auch ein Stück Wildwiese. Um unseren Apfelbaum. Das führt dazu, dass das Rasenschneiden nur noch halb so lange dauert. Zeit ist schließlich immer knapp. 😀 Man hat auch deutlich weniger Grünabfall in der Mülltonne, noch ein Vorteil. Und unsere Wellensittiche freuen sich wie verrückt über die langen Grashalme.

Eines hat aber nicht funktioniert: auf das Stück Rasen, was Wildwiese werden sollte, hatten wir eine Tüte Wiesenblumen verteilt. Und? Nix. Nicht eine Blume hat’s geschafft. Überall Gras. Aber davon viel. Und hoch.

Man kann nicht alles haben. Mir gefällt es trotzdem. Vielleicht kämpft sich auch noch ein Blümchen durch. Der Sommer ist ja noch lang…

Was wichtig ist im Leben.

Da zickt meine MS mal wieder rum (scheint wohl ein Mädchen zu sein, oder ist es automatisch ein Mädchen, weil ich eins bin?) und gibt mir so nebenbei mal wieder eine sehr wichtige Erkenntnis mit auf den Weg, die ich aber schon seit längerer Zeit so in mein Leben eingebaut habe. Und jetzt aber mal versucht habe, zu formulieren.

Ich kann es nur immer wieder aus tiefster Überzeugung sagen:

Lebt jeden Tag, regt euch nicht über unwichtige Dinge auf, passt auf euch auf, seht die schönen Dinge im Leben, trennt euch von Dingen und Menschen, die euch nicht gut tun. Das Leben ist zu kurz für so etwas.

Ich habe zwei Bettnachbarinnen, die sind sehr nett und echt sehr, sehr arm dran. Da wird mir wieder ganz klar:

Anke, es geht dir gut und das Leben ist schön 🌞

Alles eine Sache der Perspektive.

Und damit ich nachts nie alleine im Krankenhaus bin habe ich immer einen treuen Begleiter dabei. Den ich vor langer Zeit von einem sehr lieben Menschen zum Geburtstag geschenkt bekommen habe. Das ist der Typ oben. 😀

Langes Wochenende…

… schon wieder. Dieses Mal durch Pfingsten. Und heute stimmt auch das Wetter. Wunderbar!

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Eine großartige Idee hatte heute Mittag mein Bruder. Er meinte, wir könnten doch einfach Jan’s Schlafcouch auf den Balkon,  bzw.  die Dachterrasse stellen (hört sich besser an *grins* und stimmt sogar).  Die braucht Jan nicht mehr, da sein kleines Zimmer inzwischen meins ist 😀 und er Platz für ein großes Bett hat. Seitdem steht die Couch blöd mittendrin in seinem Zimmer.

Das Problem hat sich jetzt erledigt. Wir haben tatsächlich die Couch nach draußen gestellt. Das geht nur, weil wir ein Dach drüber haben und die Schlafcouch aus Kunstleder ist.

So haben wir plötzlich eine wunderbare Ecke zum Entspannen. Damit ist die Dachterrasse endgültig der schönste Platz im/am Haus.

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Vielleicht werde ich ab jetzt tatsächlich für mich eine tägliche Mittagspause einplanen, was man mir schon oft geraten hat. Und eventuell komme ich dann endlich dazu, eines der vielen Bücher zu lesen. Die seit Wochen immer nur prophylaktisch auf meinem Nachtschrank liegen…zur Täuschung… Und um den guten Willen zu zeigen, doch zu entspannen und abzuschalten.

So wie heute:

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Wenn ab jetzt noch das Wetter mitspielt, am Besten bis zum Winter, kann nix mehr schiefgehen.

Manchmal ist es einfach, das Leben etwas schöner zu machen.  Manchmal reicht eine einzige Idee…. Danke Gerd. 😄

…so isses. Mein Alltag, mein Leben.