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Auf Wiedersehen…

… sagt man doch meist, wenn man sich von jemandem verabschiedet… für kurz oder lang, je nachdem. Aber immer mit dem Gefühl, dass man darauf hofft, den anderen wiederzusehen. Eigentlich. Meistens.  Ok, vielleicht nicht IMMER. 😉

Am vergangenen Wochenende wurde es tatsächlich zu einem Motto. Allerdings im umgekehrten Sinn. Wir sind nämlich kreativ und besondere Situationen erfordern besondere Aktionen.

Mein Bruder Gerd und ich haben uns am Freitag auf den Weg nach München gemacht. Ich war noch nie in München. Vielleicht weil ich keinen Grund hatte oder keine Gelegenheit. Das Oktoberfest reizt mich leider nicht…ich mag kein Bier und nie im Leben würde ich ein Dirndl anziehen. Also, was soll ich da 😀

Dieses Mal gab es aber einen Grund. Einen besonderen Grund… Gerd und ich zogen los, nach 30 Jahren  unseren Cousin zu treffen. 30 Jahre… ohne jeglichen Kontakt. Keine Ahnung, was in der Zwischenzeit passiert ist. Man kann sich ansatzweise vorstellen, was wir alles zu erzählen hatten. Wirklich VIEL. Wir haben uns so sehr gefreut, es gab keinen Moment der komisch war, obwohl wir uns ja quasi gar nicht mehr kannten. Wir haben die kurze Zeit unglaublich genossen.  Zum Beispiel in der BMW Welt (die meinem Sohn sehr gefallen hätte), im Olympiapark (fast mit Gänsehaut), am Eisbach den Surfern zugeschaut (der Wahnsinn!) und abends sind wir zum Starnberger See gefahren. Das alles bei besten Herbstwetter. Das war dem Anlass auf jeden Fall angemessen. Und wir haben in diversen Kneipen angestoßen… auf uns. Unsere Familie. Und so haben wir einen passenden Trinkspruch gefunden:  „auf Wiedersehen“ hauten wir bei jedem Anstoßen raus. Mit Bier…Wein…Averna…und selbst mit Wasser… 😀

Etwas Passenderes gab es nicht. Ungewöhnlich.. wie dieses ganze Wochenende. Grandios…

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Am Starnberger See
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BMW Welt
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Im BMW Museum


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Der Olympiapark
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Olympia Stadion

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Bronzelöwen vor der Residenz – Streicheln der Löwenschnauzen bringt Glück
Starnberger See
Starnberger See

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Urlaubszeit

Da ist er… der Sommer. Endlich. Und wie in jedem Sommer ist dann auch für viele Leute Urlaubszeit.

Man merkt das an vielen Dingen.

Man will sich mit Freunden verabreden: Ach, da bin ich weg…

Arzttermine: Ne, da haben wir zu…

Berufliche Termine: erst nach dem Urlaub…

Macht ja nix. Ist ja eigentlich gut, dass man zu einer Auszeit gezwungen wird und man zur Ruhe kommt. Das kann jeder gebrauchen, weil man in der heutigen Zeit sehr viele Verpflichtungen hat und man dann doch… mal eben dies noch und das noch…  macht.

Übrigens habe ich großes Glück. Ich habe ein tolles, soziales Umfeld. Menschen, die auf mich achten. Denen ich wichtig bin. Familie und auch Freunde.

Letztes Jahr haben mich meine Geschwister eingeladen, mit nach Kreta zu fliegen. Ich habe mich etwas schwer getan, das anzunehmen. Aber ich habe gemerkt, es kommt von Herzen und deshalb bin ich dann gerne mitgeflogen. Das war ein echt cooles Erlebnis. Wir haben große Zelte auf einem Campingplatz gemietet, inkl. Betten und Kühlschrank in jedem Zelt…

… Ameisen… FB_IMG_1436640449700

… und ner Schildkröte…

FB_IMG_1436645253045Also quasi alles, was man braucht. 😉

Mit Pool… FB_IMG_1436646368308

… Gastronomie… FB_IMG_1436640402415

… Meer vor der „Tür“… FB_IMG_1436646382826

… usw.

Und wir hatten eine tolle Zeit mit der Familie, insgesamt neun Leute. Leider musste mein Schwager nach fünf Tagen nach Hause fliegen, weil zuhause Hochwasser im Haus war. Tolles Timing für sowas! 🙁

Aber man hat eben keinen Einfluss auf das Wetter, und das ist wahrscheinlich gut so.

In diesem Jahr darf ich mich wieder auf einen Urlaub freuen. Im Winter hat mich meine beste Freundin, die ich seit unfassbar langen 35 Jahren kenne, gefragt, ob ich eine Woche mit nach Dänemark fahren möchte. Sie haben ein Zimmer im Haus frei.

Mit im „Ausflug“ inbegriffen ist der Besuch bei Freunden, die ich zum Teil noch nicht kenne. Auch darauf freue ich mich sehr. Das dänische, befreundete Ehepaar habe ich schon vor ein paar Jahren kennengelernt. Damals gab es Krustenbraten mit Rotkohl. Hört sich unspektakulär an, war aber ein absoluter Genuß.

Hoffentlich gibt es wieder Braten und hoffentlich brennt er nicht an… Und wenn doch, ist es egal. Am Ende zählen doch nur die Menschen, und nicht das Essen… 😉

Familienausflug zur OFGP-Bude

Heute haben wir uns auf den Weg an den Möhnesee gemacht, um in Andenken an unseren Papa/Opa gemeinsam eine Portion Pommes zu essen. An der Bude, die schon immer ein häufig besuchtes Ziel war, nach Wanderungen, Spaziergängen oder früher auch nach dem Schwimmen.

Wir haben die Bude OFGP-Bude getauft:

Opa Franz Gedächtnis Pommes Bude.

Gerd hat auf seinem Handy ein Bild von Papas allerletztem Besuch gefunden, genaues Datum ist der 14.11.2011.

Papa 2011

Kommentar von Rosanna: Hauptsache Opa hat voll Mayo am Mund. 😀

So kannten wir ihn, immer der gleiche Lieblingspulli, immer der gleiche Hut auf dem Kopf, immer etwas verschmiert am Mund…egal!

Zwar schien die Sonne, aber der Fleecepulli musste trotzdem sein:
„Was gegen Kälte gut ist, ist auch gegen Hitze gut.“

Er war glücklich, im Kreis seiner Lieben diese Dinge immer und immer wieder neu zu erleben.

Wir haben heute gemeinsam beschlossen, dass wir diesen Ausflug  jedes Jahr an seinem Geburtstag wiederholen werden. Oder an seinem Todestag…
…oder dazwischen.

Und jedes Mal werden wieder Erinnerungen aufkommen, die wir alle nicht vergessen wollen.

Und das ist gut so.

 

Einschlafen, wenn es so sein soll.

 

Papa....Familie, Sportplatz, Fahrrad. Mehr braucht es nicht, um sein Leben zu beschreiben,
Papa….Familie, Sportplatz, Fahrrad.
Mehr braucht es nicht, um sein Leben zu beschreiben.

Im letzten Beitrag schrieb ich von Veränderungen.

Jetzt hat mein Papa sich entschieden, dass sein Leben lang genug gewesen ist. Ende März hat er noch seinen Geburtstag gefeiert. Seinen Letzten. Ob er sich darüber im Klaren war, dass er Geburtstag hat? Das weiß man nicht.

Ich weiß aber, dass für ihn einige Dinge sehr wichtig waren im Laufe seines Lebens.

Allen voran seine Familie, seine Ruth und seine vier Kinder.

Vor 16 Jahren musste er seine Frau plötzlich gehen lassen. Sie war gerade 66 Jahre alt. Jetzt ist er ihr gefolgt. Mit 88 Jahren.

Vielleicht wollte er es so.
Er ist einfach eingeschlafen. In seinem eigenen Haus, friedlich und ohne Kampf.

Er hat einen Weltkrieg erlebt, die Gefangenschaft, hat dann eine beachtliche berufliche Karriere gemacht, geheiratet, vier Kinder bekommen, ein Haus gebaut.

Sein erstes Auto war ein VW Käfer. Um sich das leisten zu können, hat er mit dem Rauchen aufgehört. Einfach so. Von heute auf morgen. Weil er das so wollte.

Sein Leben stand neben der Familie ganz im Zeichen von Sport. Der Sportplatz war sein zweites Zuhause. Sein Fahrrad sein Hauptbeförderungsmittel. Das hat er geliebt.

Jemand schrieb mir diese Woche diesen Satz:

Wer im Gedächtnis seiner Lieben lebt,
der ist nicht tot, der ist nur fern;
tot ist nur, wer vergessen wird.

Immanuel Kant

Er wird immer durch viele Dinge und Sprüche in unserem Gedächtnis bleiben und wir werden ihn mit Sicherheit nie vergessen.

 

Warum mein Blog diesen Namen trägt…

…ist eigentlich ganz einfach.
Nachdem meine Eltern damals schon drei Kinder hatten, passierte etwas Unerwartetes: Meine Mama wurde plötzlich nochmal schwanger.
Und, wie sie immer erzählt hat, war das erst GANZ FURCHTBAR!

Zu meinem Glück hatte sie sich im Laufe der Zeit damit abgefunden und freute sich dann doch. Ich war also am Ende doch eine tolle Überraschung für meine Eltern. *grins*

Da fällt mir gerade auf, dass ich meine drei großen Geschwister nie gefragt habe, wie die das eigentlich fanden. Ich unterstelle mal ganz frech, sie fanden es ganz gut. Stichwort frech: meine Mutter hat damals unseren Kinderarzt um Rat gefragt, weil ich immer so frech war. Er hat sie beruhigt und hat ihr versichert, dass das ganz normal ist…bei drei großen Geschwistern. Sie war dann beruhigt.

Mit der Zeit hatte ich den Spitznamen (ich glaub, es war eher ein Kosename…) „die Kurze“.

Ich war IMMER die Kurze. Ich hatte also praktisch gar keine Chance, zu wachsen. 😉
Aber ursprünglich hatte dieser Name eigentlich gar nix mit meiner Größe zu tun. Eher mit der Reihenfolge des „Auftretens“.

Also, meine Mama war mit ihren 38 Jahren für damalige Verhältnisse schon furchtbar alt für eine Mutter.

Meine Mama, 38 Jahre und ich, ein halbes Jahr.
Meine Mama, 38 Jahre und ich

 

Heutzutage ist das ja ziemlich normal.

Es gibt ein sehr schönes Bild, das sieht fast so aus wie das oben.

Ina mit Oma Ruth
Ina mit Oma Ruth

 

Ich habe heute noch das große Glück, dass ich meine Brüder und meine Schwester notfalls zu Fuß erreichen kann. Wenn ich will. Passiert aber selten. 😀

Ich könnte mir vorstellen, dass das für einige andere Leute gar nicht so erstrebenswert ist… 😉

Für mich gibt es kaum etwas Schöneres….