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Ach ja…

… wie konnte ich das vergessen? Manchmal schiebt man Dinge vor sich her. Weil man gerade keine Lust oder keine Zeit hat, sie zu erledigen. Manchmal passiert es aber auch, dass man etwas schlicht und ergreifend vergisst. Und lange nicht mehr dran denkt, was mal gewesen oder passiert ist. Manchmal ist das gut, manchmal schlecht. Oder auch egal, weil es nicht wichtig war.

Heute hatte ich so ein Erlebnis. Ich habe nämlich, ohne dass ich das geplant hatte, die große Schublade unter unserem Sofa aufgeräumt. Da drin sind ziemlich viele Sachen, von denen ich zum Teil gar nicht mehr wusste, dass es sie gibt. Das war echt spannend, unfassbar, dass Aufräumen tatsächlich spannend sein kann… 😀

Man nimmt dann diese angesammelten Schätze in die Hand, guckt, begutachtet und überlegt:

Was ist das denn? Wo kommt das denn her? Seit wann das wohl da drin ist? Und dann: Brauch ich das wohl noch? Oder ist es überflüssig, dass es nochmal jahrelang da drin liegt? Manchmal fällt die Entscheidung schnell dafür oder dagegen, manchmal überlegt man länger. Na ja, vielleicht kann man es ja doch noch irgendwann gebrauchen. Und dann, plötzlich, fällt einen etwas in die Hand… Und man freut sich.

Heute ist mir ein Geldschein in die Hand gefallen. Siehe oben. 10 Schweizer Franken. Ich musste nicht überlegen, woher die kommen, ich weiß es nämlich noch ganz genau…

Vor über fünf Jahren habe ich meinen 40sten Geburtstag gefeiert. Mit Familie und vielen lieben Freunden. Die zum Teil weit angereist waren. Und, man darf raten woher und wie weit. Jawohl, meine Freundin aus der Schweiz war da, hat sich ins Flugzeug gesetzt und wir haben ein paar sehr schöne Tage verbracht, gefeiert, gelacht und viel erzählt.

Und: sie brachte mir einen Briefumschlag mit. Darin eine Karte… und ein Geldschein, die 10 Schweizer Franken, die seitdem gewartet haben. Auf der Karte stand:

Für einen Kaffee zu zweit, einzulösen in der Schweiz.

Ich war danach wieder in der Schweiz. Ohne den Schein.. Vergessen…  Da schmiede ich doch sofort einen Plan im Kopf. Wann kann ich das denn endlich einlösen? Und da es ja meine Aufgabe ist, endlich diesen Schein einzulösen, pinne ich ihn jetzt an die Wand. Wo ich ihn möglichst oft zu sehen bekomme. Damit ich ihn nicht vergesse.

Und irgendwann, wenn es passt, werde ich damit in die Schweiz fahren, den Geldschein mitnehmen und endlich mein Geburtstagsgeschenk einlösen.

Würde  ja auch Zeit.

Nicht, dass ich noch 50 darüber werde…  😉 

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