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Drei gute Dinge jeden Tag

Vor einigen Jahren hatten wir unseren Kids den Vorschlag gemacht, dass sie sich jeden Abend vor dem Einschlafen drei Dinge erzählen sollen, die für sie an diesem Tag schön waren. Sie waren damals viel kleiner als heute, mindestens einen halben Meter würde ich sagen 😉

An manchen Tagen war das einfach. Zum Beispiel, wenn einer von ihnen etwas Neues bekommen hatte. Oder ein besonderes Ereignis wie Geburtstag oder Weihnachten war.  Aber an ganz „normalen“ Tagen, also im Alltag, war das manchmal eher schwierig. Und beide mussten länger überlegen. Ich weiß gar nicht mehr genau, ob es ihnen generell eher leicht oder schwer fiel. Vielleicht haben sie das auch nie erzählt und ich weiß es deshalb nicht…Puh, ich dachte schon, es liegt an meinem Alter.  🙂

Heute ist mir etwas Ähnliches passiert. Das Erzählen von negativen Erlebnissen hatte dazu geführt, dass es mir körperlich schlecht ging. Und ich hatte gar nicht gemerkt, dass mich das so gestresst hatte. Beim Einkaufen hatte ich so blöden Schwindel, dass ich kaum geradeaus laufen konnte, und wie ich so durch den Lidl schwanke, fragt mich tatsächlich das erste Mal eine Frau, ob es mir gut geht. Ob mir schlecht ist. Ob ich Wasser trinken möchte. Ich habe mich bedankt und nur gesagt, dass es schon ok ist. Schön zu sehen, dass die Menschen doch hilfsbereit sind. Beruhigend…

Es ging mir dann relativ schnell besser. Abends schrieb mir dann eine Freundin: Schreib mir mal drei Sachen, die heute schön waren. Da fiel mir dann ein, wie wir das unseren Kindern vorgeschlagen hatten. Vor dem Schlafen drei positive Erlebnisse des Tages zu formulieren.

Und es hat tatsächlich funktioniert. Ich konnte sagen:

  1. dass ich gut geschlafen hatte,
  2. ich mich morgens gefreut hatte, dass meine Scheibe am Auto nicht zugefroren war und
  3. dass mir 0° wie Frühling vorkam.

Ein toller Trick, positive Gefühle tun dem Körper gut. Und ab heute werde ich aufpassen, was und wieviel ich von negativen Dingen oder Erlebnissen erzähle, besonders, wenn man es sowieso nicht mehr ändern kann.

In diesem Sinne: Gute Nacht und immer mit positiven Gedanken einschlafen! 😉

Was ich noch nicht über Tee wusste

Ich fang mal vorne an.

Früher mochte ich keinen Kaffee. Eigentlich bis zu der Zeit, wo es noch nicht so leckere, italienische Kaffeespezialitäten gab. Ich mag bis heute keinen Filterkaffee.

Was ich damit sagen will: früher habe ich gerne Tee getrunken. Alle möglichen Sorten, nur Früchtetee mag ich nicht wirklich. Kamillentee finde ich auch furchtbar.

Vor ungefähr einem Monat bekam ich den Tipp, einen Arzt aufzusuchen, der unter anderem TCM praktiziert. Und da ich mich ja seit einiger Zeit nicht so richtig gut fühle, gab ich dem eine Chance. Ich habe schon vor langer Zeit Akupunktur probiert, deshalb ist mir diese chinesische Medizin nicht so ganz fremd. Ich bekam einen Termin bei diesem China Doc. Ich kannte ihn nicht, aber mein Gefühl sagte mir: er tut dir nix.  😉

Ich hatte keine speziellen Erwartungen, so ließ ich mich untersuchen… Untersuchen bedeutet, Puls tasten, Bauch drücken, Zunge angucken. Zunge von oben gucken. Zunge von unten gucken. Nochmal Pulsgegend fühlen. Dabei wurden Ergebnisse und Beobachtungen geäußert, die die Arzthelferin fleißig notierte. Dann die Frage nach meiner Blutgruppe. Und Blutabnahme. Dann die Aussage des Docs: da müssen wir was machen. Er ratterte diverse Arzneimittel herunter, alle wurden notiert und dann folgten chinesische Heilkräuter. Insgesamt 8 verschiedene mit unaussprechlichen Namen (s.o.). Diese Kräuter wurden per Fax bei einer Apotheke bestellt und ich bekam genaue Anweisung, wie ich ihn zubereiten muss. Mit kaltem Wasser aufsetzen, aufkochen, 20min köcheln, warm trinken. Es dauerte ein paar Tage, bis die Lieferung bei mir eintraf. Bis dahin hatte ich täglich damit zu tun, meine Nahrungsergänzungsmittel zu managen. Selen, Magnesium mit B6, Weißdornkapseln. Vitamin D3 ist Pflicht. Dazu noch Omega 3 Fettsäure. Ich habe inzwischen eine App, um mich daran erinnern zu lassen. Wann wie was eingenommen wird.

Und, 6 Tage lang den chinesischen Tee trinken. Alleine die Packung verströmt im Haus einen ganz besonderen Duft… So eine Mischung zwischen Hundefutter und dem Geruch von schwitzigen Sportschuhen, wie man es manchmal aus der Umkleidekabine riechen kann…  🙂

Tcm

Beim ersten Mal Teekochen dachte ich nur: nicht im Ernst, dass ich das gleich trinken muss. Ich muss leider sagen, er schmeckt wie er riecht. Ich habe noch niemals so ein unterirdisch schlecht schmeckendes Getränk zu mir genommen. Aber, was soll ich sagen: ich zieh das jetzt durch und nach der Hälfte (heute 3 Tage) wird es nicht mehr schlimmer. Geht auch eigentlich nicht. Ich fühle mich auf jeden Fall nicht schlechter, vielleicht sogar besser. Laut dem Doc darf ich im Moment keinen Sport machen, der würde mir noch mehr Energie rauben. Also lasse ich es. Körperliche Anstrengung fällt mir sowieso sehr schwer seit ein paar Wochen.

Zum Glück ist es nicht verboten, anderen, leckeren (!)  Tee zu trinken und das mache ich auch. Und auch Kaffee. Und noch eine gute Nachricht: ich habe Blutgruppe 0 und bin damit ein Allesfresser. Mit Blutgruppe A ernährt man sich am besten vegan. Das wäre nichts für mich! Aber so als Null  kann ich weiterhin Fleisch und Milch zu mir nehmen. Abwarten, normal essen,  weiter Tee trinken und gucken, ob sich etwas zum Positiven verändert. Vor 100 Jahren hätte auch niemand gedacht, dass man über tausende Kilometer in einen Plastikkasten spricht und jemand anders einen trotzdem hören kann. Wahrscheinlich hätte man mich gesteinigt, wenn ich das behauptet hätte.

Ich glaube daran und das alleine hilft wahrscheinlich schon…

Also Prost und lasst es euch schmecken. Es gibt wirklich Schlimmeres als am langen Wochenende Kaffee zu trinken…  😉