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Der Titel: „So isses. Was man der Kurzen so erzählt.“

Neulich habe ich, wie seit kurzer Zeit so häufig, mit meinem Cousin gechattet. Er ist etwas älter als ich (aber unerheblich…) und hat Geschichten auf Lager, das ist unfassbar. Er muss eigentlich einen riesigen Kopf haben, damit da alles reinpasst. Hat er aber nicht, äußerlich fällt es jedenfalls nicht auf… Ich habe ihm vor ein paar Tagen geschrieben: „Heutzutage müssen keine Fragen mehr offen bleiben. Wenn man etwas nicht weiß, fragt man Dr. Google.  Oder Roland…“

Tatsächlich weiß er Dinge, die weiß wahrscheinlich kein Mensch. Außer ihm. Und diese Abende, an denen wir schreiben, sind höchst interessant und auch sehr unterhaltsam. Wir schicken uns manchmal auch Bilder, vorgestern er vom Starnberger See bei Nacht, ich vom Bootshaus in Hamm in der Abendsonne. Meist fallen ihm dann Geschichten ein, die so abgefahren klingen, dass ich manchmal sage: „Ach komm, das hast du dir ausgedacht!“ 

Nix da, alles hieb- und stichfest.

Neulich schrieb er wieder, wie oft, von früher. Das war auch eigentlich der Ausgangspunkt unseres regen Schreibaustauschs.  Oder auch Gedankenaustauschs. Er fragte mich nach Fotos von früher. Wohlgemerkt: von ganz früher. Also vor meiner Geburt. Wieso sollte ich Fotos von vor meiner Geburt haben? An was soll ich mich da erinnern? Mich gab’s ja nicht. Aber ich habe tatsächlich welche gefunden und es war sehr interessant, welche Geschichte hinter den Bildern steckt. Er wusste das natürlich… 😉  Sehr genial und sehr besonders. So lerne ich plötzlich Dinge über mich und meine Vergangenheit. Und es ist richtig spannend.

Das Sektglas  oben hat auch eine Geschichte. Es ist eins der wenigen Dinge, die ich von meiner Mama noch besitze. Es war ihr Sektglas und nur sie hat es benutzt. Und sie fehlt mir oft heute noch. Dann trinke ich aus ihrem Glas und denke an sie.

Irgendwann schrieb ich meinem Cousin: „War das jetzt eine Gute-Nacht-Geschichte für deine kleine Cousine? Wenn du das ab jetzt jeden Tag machst, haben wir in einem Jahr 365 Geschichten und geben ein Buch raus.“ Er wusste sofort, welchen Titel das Buch haben wird:

„So isses. Was man der Kurzen so erzählt.“

Kurz und knapp und auf den Punkt. Herrlich… Ob ihm irgendwann die Stories ausgehen? Hoffentlich nicht…

Warum mein Blog diesen Namen trägt…

…ist eigentlich ganz einfach.
Nachdem meine Eltern damals schon drei Kinder hatten, passierte etwas Unerwartetes: Meine Mama wurde plötzlich nochmal schwanger.
Und, wie sie immer erzählt hat, war das erst GANZ FURCHTBAR!

Zu meinem Glück hatte sie sich im Laufe der Zeit damit abgefunden und freute sich dann doch. Ich war also am Ende doch eine tolle Überraschung für meine Eltern. *grins*

Da fällt mir gerade auf, dass ich meine drei großen Geschwister nie gefragt habe, wie die das eigentlich fanden. Ich unterstelle mal ganz frech, sie fanden es ganz gut. Stichwort frech: meine Mutter hat damals unseren Kinderarzt um Rat gefragt, weil ich immer so frech war. Er hat sie beruhigt und hat ihr versichert, dass das ganz normal ist…bei drei großen Geschwistern. Sie war dann beruhigt.

Mit der Zeit hatte ich den Spitznamen (ich glaub, es war eher ein Kosename…) „die Kurze“.

Ich war IMMER die Kurze. Ich hatte also praktisch gar keine Chance, zu wachsen. 😉
Aber ursprünglich hatte dieser Name eigentlich gar nix mit meiner Größe zu tun. Eher mit der Reihenfolge des „Auftretens“.

Also, meine Mama war mit ihren 38 Jahren für damalige Verhältnisse schon furchtbar alt für eine Mutter.

Meine Mama, 38 Jahre und ich, ein halbes Jahr.
Meine Mama, 38 Jahre und ich

 

Heutzutage ist das ja ziemlich normal.

Es gibt ein sehr schönes Bild, das sieht fast so aus wie das oben.

Ina mit Oma Ruth
Ina mit Oma Ruth

 

Ich habe heute noch das große Glück, dass ich meine Brüder und meine Schwester notfalls zu Fuß erreichen kann. Wenn ich will. Passiert aber selten. 😀

Ich könnte mir vorstellen, dass das für einige andere Leute gar nicht so erstrebenswert ist… 😉

Für mich gibt es kaum etwas Schöneres….