Wenn man Freunde treffen will und dafür einen Termin braucht


Vielleicht ist das ein Phänomen der heutigen Zeit.

Ich habe letztens festgestellt, dass mein Vorhaben, meine Freunde in Paris zu besuchen, schon echt alt ist. Seit 2004 war  ich nicht mehr dort. Und jedes Jahr denke ich: „Ich möchte gerne mal wieder nach Paris, die Beiden besuchen….“ und Zack, ist das nächste Jahr rum.

Echt übel. Und eigentlich sollte das nicht passieren. Mir passiert es aber regelmäßig. 🙁

Heute Morgen wurde es mir dann zu bunt. Da habe ich ganz offiziell bei meiner Freundin angerufen, und habe einen Termin gemacht. Meine Freundin, die ich seit über 20 Jahren kenne, ist nämlich Ärztin. Und jetzt habe ich einen Termin in der Praxis. Musste eh mal wieder hin. Und da ich ja dann vor Ort bin und die letzte Patientin an dem Tag bin, stehen die Chancen bei quasi 100%, dass es mit einem Treffen klappt. 😉

Eine andere Freundin von mir ist Therapeutin, da läuft das ähnlich. Um sie zu treffen, mache ich eben einen Termin…
Auch sie kenne ich schon 40 Jahre, ach du meine Güte. Ich bin alt.

Dann ist es irgendwie richtig praktisch, wenn man bei einer dritten Freundin zweimal pro Woche einen Termin hat. Manchmal hat es tatsächlich Vorteile, wenn man nicht so fit ist. Das ist aber echt selten und ich würde lieber drauf verzichten ehrlich gesagt. Kann ich nicht, also besuche ich sie zweimal pro Woche. Es gibt doch immer eine positive Seite. Auch sie kenne ich schon seit meiner Jugend. Da ist übrigens das Bild entstanden, das hängt dort an der Wand. Offenbar zur Belustigung der Patienten. Oder weil es wahr ist…

Ich mache mir aber keine Sorgen, dass irgendwas nicht stimmt. Den anderen geht es ja genauso. Meine Freundin schrieb mir heute morgen, sie hätte ein ganz schlechtes Gewissen, dass sie sich so lange nicht gemeldet hätte, als ich ihr von meinem gebuchten Termin schrieb.

Muss sie nicht.
Ich weiß, dass sie im Notfall für mich da ist. So wie die anderen auch.

Und wenn es solche Kalenderblätter wie oben gibt, scheint es ein weit verbreitetes Phänomen zu sein. Oder eben ganz normal heutzutage. Sonst würde ja niemand sowas kaufen…

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